Donnerstag, 19. Oktober 2017

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Heilende Wirkung der Mistel: Nicht unumstritten

 

Immunstimulanzien als Ergänzung

Die zusätzliche Gabe von naturheilkundlichen Präparaten soll das Immunsystem stärken und die körpereigene Krebsabwehr fördern.

Manche Frauen bevorzugen naturheilkundliche Methoden. Insbesondere Immunstimulanzien haben sich als biologische Präparate in der Brustkrebstherapie ihren Platz erobert. Unter Schulmedizinern sind diese Mittel umstritten, weil ihre Wirksamkeit nicht eindeutig bewiesen ist. Vermutlich sind Mistel- und Thymuspräparate kaum dazu in der Lage, den Krebs zu bekämpfen. Aber als Zusatztherapie zur Stärkung des Immunsystems können sie durchaus nützlich sein.

Mistelpräparate

Eine der bekanntesten biologischen Behandlungsmöglichkeiten in der Krebstherapie ist die Verwendung von Mistelpräparaten. Bestimmte Inhaltsstoffe der Mistel, die Mistellektine, sollen einen immunstimulierenden Effekt haben. Klinische Studien kamen zu dem Ergebnis, dass sich Frauen mit Brustkrebs besser fühlen, wenn sie Mistelpräparate einnehmen. Ob sich damit tatsächlich eine positive Wirkung auf den Tumor erzielen lässt und die Überlebenschancen steigen, ist allerdings noch umstritten.

Thymuspräparate

Die Thymusdrüsen von Kälbern und Schafen beinhalten ebenfalls Substanzen, die über immunstimulierende Effekte verfügen. Sie regen im Knochenmark die Bildung weißer Blutkörperchen an.

Im Handel sind verschiedene Thymusextrakte, die nicht nur bei Krebs, sondern auch bei Arthrosen oder Allergien zur Anwendung kommen.

Weitere Immunstimulanzien

Außerdem gibt es weitere Präparate, z.B. Peptide und Enzyme, die auf unspezifische Weise das Immunssystem stimulieren sollen. Auch Zink, Selen und Vitaminpräparate können diesem Zweck dienen.

 


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