Mittwoch, 29. März 2017

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Therapie mit Medikamenten, die Krebszellen abtöten: Starke Waffe

Neuer Test: Soll die Chemotherapie ersparen
Maßgeschneiderte Therapie

 

Chemotherapie

Eine der stärksten Waffen gegen Krebs ist die Chemotherapie mit Medikamenten, die Krebszellen abtöten.

Ziel einer Chemotherapie ist es, die im Körper vorhandenen Tumorzellen in ihrem Wachstum zu hemmen. Hierzu werden Medikamente - so genannte Zytostatika - eingesetzt, die in den Teilungsprozess von rasch wachsenden Zellen (Krebszellen) eingreifen. Neue Studien - vor allem bei Patientinnen in fortgeschrittenen Brustkrebsstadien - zeigen vielversprechende Erfolge bei der Kombination einer Chemotherapie mit monoklonalen Antikörpern.

Der Arzt wird den Einsatz einer Chemotherapie immer dann in Erwägung ziehen, wenn

  • das Entstehen von Metastasen verhindert werden soll. Diese vorbeugende Form der Chemotherapie wird als adjuvante Chemotherapie bezeichnet und im Anschluss an eine brusterhaltende Operation durchgeführt,
  • die Tumorerkrankung sehr rasch fortschreitet,
  • eine Beteiligung innerer Organe besteht,
  • der Brustkrebs keine bzw. sehr wenige Hormonrezeptoren hat und/oder die Hormontherapie nicht ausreicht.

Wichtige Kriterien für Einsatz und Anwendung einer Chemotherapie sind: Alter und Allgemeinzustand der Patientin, Rezeptorstatus (Vorhandensein von Hormonrezeptoren auf Brustkrebszellen), Befall der Lymphknoten in der Achselhöhle, Grad der Bösartigkeit des Tumors (Malignitätsgrad).

Den Erfolg einer Chemotherapie haben verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt. So konnte die metastasenfreie Zeit bei Patientinnen mit Brustkrebs verlängert werden.

Von einer Chemotherapie profitieren vor allem Frauen vor Eintritt der Wechseljahre. Bei Frauen nach dem Eintritt der Wechseljahre und entsprechendem Hormonrezeptorstatus wählen Ärzte häufig eine Hormontherapie als die bessere Behandlungsalternative.


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