Sonntag, 23. September 2018

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Vitamine machen die gefährlichen Freien Radikale unschädlich

 

Sekundäre Pflanzenstoffe

Freie Radikale, aggressive Moleküle, die Zellbestandteile angreifen und schädigen, werden u. a. auch für die Entstehung von Krebserkrankungen verantwortlich gemacht. Deshalb sollte unsere Nahrung Antioxidantien, so genannte Radikalenfänger, enthalten. Sie machen diese Moleküle unschädlich und verhindern, dass sie die Erbsubstanz (DNA) schädigen, was Entartungen zur Folge haben kann. Neben den Vitaminen A, C, E und dem Spurenelement Selen sind auch sekundäre Pflanzenstoffe in den Mittelpunkt des Interesses gerückt: natürliche Inhaltsstoffe, die zum Beispiel in Obst, Gemüse, Kräutern oder Gewürzen enthalten sind und die ihnen Aroma, Duft und Farbe verleihen.

Sekundäre Pflanzenstoffe lassen sich in neun Substanzklassen untergliedern: Carotinoide, Polyphenole, Phytosterine, Glucosinolate, Sulfide, Protease-Inhiabitoren, Terpene, Phytoöstrogene, Saponine. So wird beispielsweise den Glucosinolaten (z. B. in Senf, Meerrettich, Kresse, Kohl) oder den Saponinen (Hülsenfrüchte) eine vor Krebs schützende Wirkung nachgesagt.

Eine ganz besondere Bedeutung bei der Brustkrebsprophylaxe kommt den Phytoöstrogenen (Isoflavon und Ligan) zu, die reichlich in Sojaprodukten (z. B. Sojabohnen, Miso, Tofu) enthalten sind, aber auch u. a. in Leinsamen, Linsen oder Haferflocken. Sie entfalten im Körper eine hormonähnliche Wirkung und schützen das Brustgewebe vor überschießenden Reaktionen körpereigener Östrogene: Das Brustgewebe ist reich an Östrogenrezeptoren. Ist der Östrogenspiegel im Körper erhöht, wird das Zellwachstum verstärkt angeregt. Bei jeder Zellteilung sind aber auch Fehler möglich, die die Krebsentwicklung begünstigen können. Untersuchungen haben gezeigt, dass Frauen in asiatischen Ländern deutlich seltener an Brustkrebs erkranken als Frauen in den westlichen Industrieländern. Als Grund dafür wird ihr regelmäßiger Verzehr an Sojaprodukten angesehen. Zudem ernähren sie sich fettarm und essen viel Fisch.

Tipp: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt: Fünfmal am Tag Obst bzw. Gemüse essen! Viel grünen Tee trinken, der die Vermehrung von Krebszellen hemmen kann.


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