Donnerstag, 18. Oktober 2018

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Blockade der HER2-Rezeptoren: Die Wachstumsfaktoren können nicht mehr auf die Krebszellen einwirken, der Tumor kann sich nicht weiter vergrößern

 

HERA-Studie: Antikörper senken Rückfallrate um fast die Hälfte

Das Ergebnis einer Studie zeigt, dass die Immuntherapie das Risiko einer Wiedererkrankung um 46 Prozent senkt.

Über 5.000 Frauen nahmen an einer weltweit durchgeführten Studie teil, in der die Immuntherapie bei Brustkrebs mit dem Antikörper Herceptin getestet wurde. Das Brustzentrum des Universitätsklinikums Düsseldorf war als zweitstärkstes Zentrum in Europa maßgeblich an der HERA-Studie beteiligt.

Die Untersuchung bestätigt den Erfolg des Medikaments bei einer besonders aggressiven Art des Brustkrebses, von dem jede vierte Patientin betroffen ist. Die Antikörper-Therapie in einem frühen Stadium des Krebses reduziert das Risiko einer Wiedererkrankung um 46 Prozent.

Herceptin wirkt wie eine passive Impfung. Der Antikörper wurde entwickelt, um die Aktivität eines bestimmten Proteins auf der Oberfläche der Krebszellen zu blockieren. Die europäische "Breast International Group" empfiehlt nun als Konsequenz, alle Brusttumore frühzeitig auf das HER2-Protein zu testen und bei positivem Ergebnis Patientinnen mit Herceptin zu behandeln.

In einem frühen Stadium ist die Therapie am erfolgreichsten. Die Deutlichkeit der Ergebnisse hat bereits in einigen Ländern dazu geführt, dass Herceptin in die Behandlungsrichtlinien für den HER2-positiven Brustkrebs aufgenommen wurde.

WANC 11.11.05/idw


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