Freitag, 15. Dezember 2017

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Neue Studie: Abnahme der Brust ist oft nicht notwendig

Eine neue Studie zeigt, dass sich Frauen, die von einer Brustkrebserkrankung betroffen sind, nicht die ganze Brust abnehmen lassen müssen.

Die Amputation der Brust (medizinisch: Mastektomie) bietet anscheinend keine größeren Überlebenschancen als die lokale, brusterhaltende Entfernung eines Mammakarzinoms (medizinisch: Lumpektomie). Bei der Lumpektomie wird nur der Tumor operativ entfernt, wobei das angrenzende Gewebe mit einem Sicherheitsabstand mit heraus geschnitten wird.

Dies ist jedenfalls das Ergebnis einer internationalen zwanzigjährigen Studie, an der 1.851 Frauen teilnahmen. Diese Frauen wurden auch während der Nachsorge betreut. Die Studie verglich die Langzeitergebnisse von Patientinnen mit Tumoren verschiedener Größen und Entwicklungsstadien nach einer von den drei Therapien, Mastektomie, Lumpektomie oder Lumpektomie mit anschließender Strahlentherapie.

Zur großen Überraschung der Wissenschaftler waren die Ergebnisse bei allen drei Gruppen zum Beobachtungsende kaum unterschiedlich. Unabhängig von der Art der Behandlung waren 47 Prozent der Brustkrebspatientinnen auch nach zwei Jahrzehnten noch am Leben. Eine Lumpektomie mit zusätzlicher Strahlentherapie verringerte die Gefahr eines erneuten Auftretens von Krebs - Jahre später in der gleichen Brust allerdings von ca. 40 auf 14 Prozent im Vergleich zur Lumpektomie allein. Die Studie wurde im "New England Journal of Medicine" (Vol. 347: 1233-1241) vom Team um Bernard Fisher von der Universität in Pittsburgh veröffentlicht.

WANC 11/02/New England Journal of Medicine


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