Sonntag, 21. Januar 2018

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Verbandspräsidentin Schipanski: Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig nutzen

 

Krebshilfe beklagt mangelhafte Vorsorge

Die Deutsche Krebshilfe warnt vor einer Tabuisierung der gefährlichen Krankheit.

"Krebs ist ein Angst-besetztes Thema, das oft mit einem Todesurteil gleichgesetzt wird", warnte Verbandspräsidentin Dagmar Schipanski. Sie betonte: "Über Krebserkrankungen der Geschlechtsorgane und über Darmkrebs wird leider auch heute noch nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen." Dies habe gesellschaftliche Gründe, denen nur mit rückhaltloser Offenheit begegnet werden könne. Denn ein Tumor, der im Frühstadium erkannt werde, sei mit großer Wahrscheinlichkeit heilbar.

Schipanski kritisierte, dass nur jede dritte Frau und jeder sechste Mann Vorsorge-Untersuchungen regelmäßig nutzten. Die Gründe dafür seien Unkenntnis, Gleichgültigkeit, Angst vor einer möglichen Diagnose, Scham oder Unsicherheit. "Wir müssen die Bevölkerung noch intensiver als bisher darüber aufklären, dass die Früherkennung wichtig ist", betonte die thüringische Wissenschaftsministerin. Als häufigste Krebsarten nannte sie Darm-, Lungen-, Prostata- und Brustkrebs. Jedes Jahr erkrankten in Deutschland rund 340.000 Menschen neu an Krebs, etwa die Hälfte davon an diesen vier Arten.

Neben den Vorsorge-Untersuchungen gebe es viele Möglichkeiten, Krebs vorzubeugen, betonte Schipanski weiter. Rund 30 Prozent aller Krebserkrankungen würden durch das Rauchen hervorgerufen. Der Verzicht auf Tabak sei daher die wichtigste Vorbeugung. Weitere 30 Prozent der Erkrankungen könnten durch gesunde Ernährung, Normalgewicht und Sport vermieden werden, unterstrich sie.

WANC 03/02


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