Qualität und Zertifizierung: In der Mammographie haben sich die Anforderungen erhöht

Gut- und bösartige Tumore bildlich unterscheiden:

 

Wo lasse ich die Mammographie machen?

In den letzten Jahren hat sich in der Mammographie einiges gewandelt. Vor allem die Anforderungen an die Qualität der ärztlichen Leistung und die Qualifzierung der Ärzte sind spürbar gewachsen. Das soll sich vor allem für die Patientinnen durch eine bessere Befundung auszahlen.

Etwa 4 Millionen Mammographien werden derzeit jährlich durchgeführt. Während das Mammographie-Screening auf die Früherkennung des Brustkrebses bei symptomlosen Frauen abzielt, handelt es sich bei der "klinischen" oder "kurativen" Mammographie um das diagnostische Abklären bei einem bereits bestehenden Brustkrebsverdacht.

Ärzte und Ärztinnen dürfen eine Mammographie in der ambulanten Versorgung nur durchführen, wenn sie hierfür eine Genehmigung erhalten haben. Die Genehmigung wird erteilt, wenn die festgelegten Anforderungen an die fachliche Befähigung und an die apparative Ausstattung der Mammographiegeräte nachgewiesen worden sind.

Anscheinend hat das aber nicht gereicht, die Qualität der Untersuchung und Diagnosen durchgehend zu gewährleisten. Das Bundesgesundheitsministerium dazu: "Es waren erhebliche Zweifel aufgekommen, ob alle Ärztinnen und Ärzte, die bereits heute legitim zu diagnostischen Zwecken (s. Punkt 3) Mammographien durchführen, ausreichend qualifiziert sind und bleiben." (Quelle: Informationen zum Stand der Maßnahmen zur Früherkennung und Behandlung von Brustkrebs, 15. Mai 2002)

Deshalb wurden die Anforderungen an die Qualifizierung der mammographierenden Ärzte stark erhöht. Eine Art Prüfsiegel gibt es auch für Geräte. Leider sind derartige Merkmale für die Patienten bisher nicht offensichtlich. Sie müssen deshalb danach fragen. Einen Fragenkatalog hat die Woman's Health Coalition zusammen gestellt.


 Artikel versenden  
 Artikel drucken


© Wordart 2002-09