Luigi Catliotti: Spezialisierung des gesamten Ärzteteams auf Brusterkrankungen

 

Die Suche nach der Klinik

Auch die "richtige" Klinik zu finden, ist nicht so einfach. Grundsätzlich kann Sie jedes Krankenhaus mit einer gynäkologischen Abteilung behandeln. Ein Zustand, den viele Gesundheitspolitiker, Patientinnenorganisationen und auch Ärzte angeprangert haben. Die Situation hat das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen charakterisiert und die Mängel in der Behandlung von Brustkrebserkrankungen in Deutschland folgendermaßen beschrieben: "Viele Ärztinnen und Ärzte operieren ohne die notwendige Erfahrung, es fehlt an der Abstimmung mit anderen Fachrichtungen und den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, die Frauen werden nicht ausreichend beraten und psychologisch betreut." (Quelle)

Geändert werden soll das durch sogenannte Brustkrebs- oder Mammazentren. Derartige Zentren sollen interdisziplinär arbeiten und Spezialisten aus allen Fachgebieten in einer Klinik vereinen. Prof.Dr. Luigi Cataliotti, Präsident der Europäischen Gesellschaft für Brustkunde, EUSOMA, hebt immer wieder hervor, dass entscheidend sei, dass das gesamte Ärzteteam ausschließlich auf gut- und bösartige Erkrankungen der Brust spezialisiert sei und mindestens 150 Neuerkrankungen an Brustkrebs pro Jahr behandele.

Mary Buchanan, Präsidentin von Europa Donna - der Europäischen Koalition gegen Brustkrebs, betont die große Bedeutung von zertifizierten Brustzentren. Ihrer Erfahrung nach ist eindeutig, dass Frauen, die von spezialisierten Ärzte-/Ärztinnenteams behandelt werden, nachweislich größere Heilungschancen hätten.

Dennoch wird um die Brustkrebszentren vielfach diskutiert. Das Problem sind nämlich die einheitlichen Qualitätsstandards für diese Zentren. Oder besser der Wille der Betreibergesellschaften, auf europäischer Ebene ausgearbeitete Qualitätsanforderungen auch zu erfüllen.


 Artikel versenden  
 Artikel drucken


© Wordart 2002-09