Samstag, 08. Mai 2021

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Foto: Carl Zeiss
Noch während der OP das betroffene Gewebe bestrahlen (Foto: Carl Zeiss)

 

Intraoperative Radiotherapie: Vielversprechende Ergebnisse

Mit der Strahlentherapie sollen eventuell noch im Gewebe vorhandene Tumorzellen nach der Operation abgetötet werden. Bei der intraoperativen Strahlentherapie wird das betroffene Gewebe im Tumorbett noch während der Operation, nach der Entfernung des Tumors, gezielt bestrahlt. Das umliegende Gewebe wird mit dieser Methode geschont.

Seit März 2000 erproben weltweit Ärzte an Brustzentren im Rahmen der internationalen TARGIT Studie (TARGeted Intraoperative Radiation Therapy) ein neuartiges Verfahren zur intraoperativen Strahlenbehandlung (IORT) bei Brustkrebs. Die Wissenschaftler vergleichen im Rahmen dieser Studie die Ergebnisse der konventionellen, mehrwöchigen externen Strahlentherapie mit der einmaligen, etwa 30-minütigen intraoperativen Strahlentherapie.

Prof. Dr. Frederik Wenz, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie der Universitätsmedizin Mannheim, ist optimistisch: "Die bisherigen Ergebnisse der intraoperativen Bestrahlung, des so genannten Boost, sind sehr vielversprechend. Nur bei 1,5 Prozent der intraoperativ behandelten Patientinnen wurde nach einer mittleren Beobachtungszeit von fünf Jahren erneut ein Tumor in der Brust entdeckt."

Die Rückfallrate bei herkömmlichen Behandlungen liegt nach fünf Jahren bei drei bis fünf Prozent. "Die verkürzte Bestrahlungsphase reduziert außerdem die psychische Belastung der Patientinnen erheblich", beschreibt Wenz die weiteren Vorteile der intraoperativen Therapieoption, die mittlerweile schon den Weg in die klinische Routine gefunden hat.

WANC 22.12.09/Quelle: Universitätsmedizin Mannheim, targit-research.org


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