Sonntag, 09. Mai 2021

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Begrenzte Bestrahlung - weniger Belastung (Foto: Siemens)

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Strahlentherapie: Gezielte Behandlung effektiv

Eine begrenzte Bestrahlung nach einer Lumpektomie ist genauso wirksam wie die Bestrahlung der gesamten Brust. Damit könnte sich ein schonenderer Weg in der Therapie eröffnen.

Verschiedene Studien haben nachgewiesen, dass eine brusterhaltende Operation (Lumpektomie) plus Strahlentherapie genauso effektiv ist wie eine Mastektomie (Abnahme der gesamten Brust). Allerdings war der optimale Umfang der Strahlentherapie nicht geklärt: Muß die gesamte Brust bestrahlt werden oder nur das an den beim chirurgischen Eingriff entfernten Tumor angrenzende Gewebe?

Um auf diese Frage eine Antwort geben zu können, verglichen Dr. Frank A. Vicini und seine Kollegen vom William Beaumont Hospital, Royal Oak, Michigan, USA, Daten jeweils 199 Patientinnen, die entweder mit einer Strahlentherapie der gesamten Brust oder mit einer begrenzten Bestrahlung behandelt worden waren. Die Wissenschaftler stellten fest, dass sich die Rückfallquote in beiden Patientinnengruppen nicht unterschied: Sie lag bei 1 Prozent.

Die Schlußfolgerung, die die Ärzte daraus ziehen, weist den Weg zu einer schonenderen Therapie. Denn mit einer auf die Region des Tumorbettes beschränkten Bestrahlung, wird die Patientin weniger belastet. Das ist deswegen von Bedeutung, weil noch umstritten ist, inwieweit die Spätfolgen der Strahlentherapie den therapeutischen Nutzen umkehren.

WANC 09.03
Quelle: Vicini F. A. et al. (2003) Limited-Field Radiation Therapy in the Management of Early-Stage Breast Cancer. Journal of the National Cancer Institute 95, S. 1205 –1210


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