Sonntag, 21. Januar 2018

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Brokkoli: Krebshemmender Stoff Sulforaphan

 

Brokkoli zur Vorbeugung gegen Brustkrebs

Auf einem Treffen der American Chemical Society (ACS) wurde eine Pille vorgestellt, die die vor Krebs schützende Komponente von Brokkoli enthält und im Ergebnis leistungsfähiger sein soll als die natürlich vorkommende Substanz des Gemüses.

Wissenschaftler der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health, Baltimore, USA, haben die Gene und Enzyme identifiziert, die die Krebsvorbeugung im Körper ermöglichen. Bei Tierversuchen mit weiblichen Ratten halbierte die Pille das Auftreten von Brustkrebs, wie Jerry Kosmeder von der Universität Chicago erklärte. Jetzt muss das Medikament in klinischen Versuchen weiter erprobt werden. Sollten die Ergebnisse positiv ausfallen, wird es aber noch mindestens sieben Jahre dauern, bis ein Medikament für den Menschen verfügbar ist.

Schon seit längerem weiß man, dass Brokkoli eine vor Krebs schützende Komponente enthält. Dabei handelt es sich um das sogenannte Sulforaphan, das im Gewebe krebserzeugende Gifte unschädlich machen kann. Die Wirksamkeit von Sulforaphan ist in Laborversuchen bereits nachgewiesen. In hohen Konzentrationen gilt Sulforaphan als Gift. Kosmeder und seinem Team ist es aber gelungen, der Verbindung einen bestimmten Teil der toxischen Bestandteile zu entfernen.

Der Vorteil der neuen Substanz mit dem Namen Oxomat liegt zudem darin, dass sie einfacher herzustellen ist. In Zukunft könnte dann täglich eine Tablette der Prävention von Brustkrebs dienen. 

WANC 10.02


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