Montag, 19. November 2018

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Durch Gärung erhält Sauerkraut seine krebshemmende Wirkung

 

Sauerkraut: Krebshemmende Substanzen

Finnische Wissenschaftler haben im Sauerkraut Inhaltsstoffe entdeckt, die das Krebswachstum hemmen können.

Was gerade Sauerkraut so gesund macht, führen die Wissenschaftler um Eeva-Liisa Ryhanen vom Forschungszentrum MTT des finnischen Agrarministeriums in Jokioinen auf die Gärung des Gemüses zurück. Der Studie zufolge besitzen so genannte Isothiocyanate, die beim Vergären von Kohl zu Sauerkraut entstehen, krebshemmendes Potential. Im Tierversuch konnte vor allem in Brust, Darm, Lunge und Leber das Krebswachstum entscheidend aufgehalten werden. Ob die Substanzen auch beim Menschen eine ähnlich positive Wirkung entfalten können, ist bisher noch nicht erwiesen. Allerdings wird dies jedoch von den Wissenschaftlern erwartet.

Ob sich die Vermutung bestätigt, soll jetzt in weiteren Studien heraus gefunden werden. Vieles spricht schon deshalb dafür, weil andere Kohlsorten wie Brokkoli, Blumenkohl und Rosenkohl ebenfalls eine Krebs vorbeugende Wirkung und Krebs bekämpfende Substanzen besitzen. Auch Sauerkraut ist schon seit einiger Zeit, auch wegen seines hohen Anteils an rechtsdrehender Milchsäure, die sich günstig auf die Darmflora auswirkt, als gesundes Gemüse bekannt.

Bereits frühere Studien haben Indizien dafür geliefert, dass Sauerkraut gegen Krebs helfen könnte. So wiesen statistische Erhebungen darauf hin, dass Polinnen in ihrem Heimatland seltener an Brustkrebs erkrankten als polnischstämmige Frauen in den USA. Der Unterschied wurde von den Wissenschaftlern auf den höheren Konsum von Sauerkraut zurückgeführt.

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WANC 11.02/ Journal of Agricultural and Food Chemistry 2002; 50(23); 6798-6803.


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