Sonntag, 21. Januar 2018

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Sport treiben: Die Dauer ist entscheidend,nicht die Härte des Trainings

 

Fitnesstraining senkt das Brustkrebsrisiko

Frauen, die sich körperlich betätigen, haben ein geringeres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Mit längerer Dauer der Trainingszeit läßt sich das Risiko sogar weiter senken. Allerdings müssen die Fitnessübungen nicht anstrengend sein.

Wie wichtig körperliche Bewegung für die Vorbeugung einer Brustkrebserkrankung ist, haben Dr. Anne McTiernan und Kollegen vom Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle erforscht. Aus ihren Untersuchungsergebnissen schließen die Wissenschaftler, dass mit einer Zunahme der sportlichen Bewegung das Risiko sinkt, an Brustkrebs zu erkranken. Diese positive Folge stellt sich auch dann ein, wenn die Frau erst später im Leben mit dem Training beginnt.

Dabei ist die zeitliche Dauer und die Regelmäßigkeit des Trainings wichtig und nicht der Grad der Anstrengung oder Erschöpfung, den man dabei erreicht. Deshalb sind moderate Trainingsmethoden, wie Walking, Schwimmen, Gymnastik oder Radfahren, bestens geeignet, wenn man sie an fünf Tagen in der Woche 30-Minuten lang betreibt. Sagt McTiernan: "Unser Ergebnisse zeigen, dass eine moderate Bewegung, auch wenn damit erst nach der Menopause angefangen wird, das Risiko an Brustkrebs zu erkranken um bsi 20 Prozent senken kann. Das heißt, dass körperliche Inaktivität ein veränderbarer Risikofaktor bei älteren Frauen darstellt."

An der Studie nahmen insgesamt 74.171 Frauen im Alter zwischen 50 und 79 Jahren teil, die an 40 klinischen Zentren in den USA in den Jahren 1993 bis 1998 rekrutiert wurden. Im Beobachtungszeitraum von durchschnittlich 4,7 Jahren wurden 1.780 neue Brustkrebsfälle dokumentiert. Verglichen mit Frauen, die kaum Sport betrieben, hatten diejenigen, die mit 35 Jahren mindestens dreimal die Woche trainierten ein um 14 Prozent verringertes Risiko, die Erkrankung zu bekommen. Mit zunehmender Trainingsdauer nahm das Risiko weiter ab. So war es bei Frauen, die etwa 2,5 Stunden pro Woche mehrmals mehrmals Sport betrieben, um 18 Prozent geringer. Bei Frauen, die das sogar 10 Stunden in der Woche taten, sank das Risiko noch einmal leicht. Am ausgeprägtesten war dieser Effekt bei schlanken Frauen (Body-Mass-Index unter 24,1) und bei Frauen mit höchstens ein paar Pfunden zu viel (Body-Mass-Index zwischen 24,1 und 28,4).

WANC 12.03
Quelle: JAMA,2003;290:1331-1336


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