Sonntag, 21. Januar 2018

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Fettarme, ballaststoffreiche Ernährung: Wer in der Jugend darauf achtet, senkt seine Risiko

Nahrungsfette – sowohl der Anteil als auch die Qualität ist entscheidend

 

Fettarmes Essen in der Pubertät: Weniger Risiko für Brustkrebs

Heranwachsende Mädchen, die in der Pubertät mit einer fettarmen und ballaststoffreichen Ernährung beginnen, weisen im Blut einen geringeren Spiegel der Hormone auf, die mit der Entstehung von Brustkrebs verbunden sind.

Gleich zwei neue Studien zeigen den Zusammenhang zwischen der Ernährung im jugendlichen Alter und der späteren Gefahr auf, an Brustkrebs zu erkranken. In beiden Studien wurden die Essgewohnheiten von Teenagern unter die Lupe genommen. Und beide Studien kommen zu dem Ergebnis, dass eine fettreduzierte, ballaststoffreiche Ernährung das Risiko vermindern kann, im Alter an Brustkrebs zu erkranken.

Die erste im Journal of the Cancer Institute veröffentlichte Studie, beobachtete 286 Mädchen im Alter von 8 bis 10 Jahren. Eine Hälfte befolgte eine fettarme Diät, die andere nicht. Nach fünf Jahren wiesen die Mädchen der Diätgruppe erheblich niedrigere Östrogenlevel auf. Östrogen wird mit der Entstehung von Brustkrebs in Verbindung gebracht. Dr. Joanne F. Dorgan vom Fox Chace Cancer Center, Phiadelphia, Pennsylvania, erklärt, dass geringere Hormonspiegel die Geschwindigkeit der Zellteilung verlangsamen könnten, die zu den Zellmutationen führt, die Krebs hervorrufen.

In der anderen Studie, veröffentlicht in der Zeitschrift Breast Cancer Research, wurden 120.000 Frauen gebeten, Auskunft über ihre Essgewohnheiten während der Schulzeit zu geben. Bei den Versuchsteilnehmerinnen, die im Alter von 12 bis 18 Jahren viele Eier, pflanzliche Fette und Ballaststoffe zu sich genommen hatten, war das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, deutlich geringer.

Die Forscher um Lindsay Frazier vermuten, dass Eier möglicherweise Brustkrebs vorbeugen, weil sie reich an essenziellen Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen sind. Ballaststoffe könnten einen schützenden Effekt haben, weil sie Östrogen binden.

Allerdings: Warum die Ernährung so positiv wirken kann, das vermögen beide Studien nicht zu beantworten. So weisen beide Forscherteams darauf hin, dass erst noch geklärt werden muss, welchen schützenden Einfluss ein bestimmtes Ernährungsverhalten tatsächlich auf das Brustkrebsrisiko hat.

WANC 03.03
Quellen: Journal of the National Cancer Institute 2003;95:132-141,
Breast Cancer Research

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