Montag, 21. Oktober 2019

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Rekonstruktion der Brust: Sich als vollwertige Frau fühlen

 

Eigengewebe plus Implantat

Häufig werden auch die Rekonstruktionen mit eigenem Gewebe und der Einsatz eines Implantates kombiniert, falls das Eigengewebe nicht ausreicht. Wenn nach einer notwendig gewordenen Amputation zu wenig Haut übrigbleibt, um eine "neue" Ersatzbrust aufzunehmen, kann man die Haut im Zuge einer Voroperation mit einem so genannten Gewebeexpander dehnen.

Wir alle wissen, wie dehnungsfähig die menschliche Haut ist, wenn alles nur schön langsam vonstatten geht, wie z. B. im Falle einer Schwangerschaft. Der Gewebeexpander arbeitet nach einem ähnlichen Prinzip: er besteht aus einer Silikonhülle in der ein kleines Kautschukventil eingelassen ist. Dieser Beutel wird nun unter die Haut implantiert. Dann kann man durch die Haut mit einer normalen Injektionskanüle in dieses Ventil pieksen und mit einer Spritze Kochsalzlösung in den Beutel hineinspritzen. Dadurch wird er und die darüber befindliche Haut gedehnt. Dies geschieht ungefähr zweimal die Woche und nach etwa drei bis vier Wochen ist die Haut ausreichend gedehnt, so dass man dann den Expander in einer nicht sehr ausgedehnten Operation wieder herausnehmen und durch ein Implantat ersetzen kann.

Selbst im Falle einer Brustamputation lassen sich also mit den heutigen Möglichkeiten der rekonstruktiven Chirurgie somit letztendlich recht passable Resultate erzielen – selbst wenn es vielleicht nicht für einen FKK-Schönheitswettbewerb reicht. Viel wichtiger ist, sich wieder als "vollwertige" Frau fühlen zu können und anderen Frauen in nichts nachzustehen.


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