Donnerstag, 25. Mai 2017

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Regelmäßige körperliche Bewegung hilft in der Prävention von Krebserkrankungen

 

Bewegung: Bei Krebserkrankung wichtig

Bewegung kann Patienten mit Krebs helfen, mit ihrer Erkrankung besser fertig zu werden. Sport bessert die psychische und physische Leistungsfähigkeit. Die präventive Wirkung von körperlichem Training auf bestimmte Krebserkrankungen ist inzwischen belegt.

Moderates Ausdauertraining bringt Patienten mit fortgeschrittenen Krebserkrankungen eine bemerkenswerte Verbesserung der physischen Leistungsfähigkeit. „Diese Erfahrung steigert die Motivation zum Kampf gegen die Erkrankung und die Therapiecompliance der Patienten. Damit verbunden sind eine verbesserte Selbstwahrnehmung, eine stabilere Einbindung in das gewohnte soziale Gefüge und eine reduzierte krankheitsbedingte Stigmatisierung", beschreibt Prof. Elke Jäger, Chefärztin der II. Medizinischen Abteilung Hämatologie und Onkologie, Nordwest-Krankenhaus, Frankfurt/Main, die Folgen von Sport für Krebspatienten.

"Körperliche Bewegung und Sport haben nicht nur ihren Stellenwert in der Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern sind auch bei der Entstehung und Therapie von Krebserkrankungen von Bedeutung“, betont auch Prof. Martin Halle, Lehrstuhl für Präventive und Rehabilitative Sportmedizin, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München. So zeige sich, dass die häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland, nämlich Brustkrebs und Darmkrebs, bei körperlich aktiven und schlanken Personen deutlich weniger vorkomme.

Körperliche Aktivität könne sogar die Sterblichkeit durch regelmäßige Aktivität (zwei Stunden Spazierengehen versus fehlende Aktivität) über einen Zeitraum von 16 Jahren um 30 Prozent reduzieren, weiß Halle. Bei Darmkrebspatienten, die bei zusätzlichem Lymphknotenbefall, aber ohne Fernmetastasen operiert wurden und nachfolgend eine Chemotherapie erhielten, konnte tägliche körperliche Aktivität (45 min in Form von schnellem Spazierengehen) zu einer Senkung der Sterblichkeitsrate um fast 50 Prozent führen.

Körperliche Aktivität verbessert die psychische Ausgeglichenheit von Patienten mit Krebserkrankungen. So erhöht sich deren Lebensqualität und Nebenwirkungen werden geringer. So kann beispielsweise das "chronische Müdigkeitssyndrom" durch entsprechende Programme verbessert werden.

WANC 05.07.07


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