Dienstag, 16. Juli 2019

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Das Lymphsystem: Vor Krebszellen schützen

Konsensuspapier zur qualitätsgesicherten Anwendung

 

Entfernung der Lymphknoten

Bei der Entfernung des Tumors werden in der Regel auch Lymphknoten aus der Achselhöhle entnommen. Noch während der Operation wird anhand einer feingeweblichen Untersuchung festgestellt, ob Krebszellen bereits in das Lymphsystem vorgedrungen sind.

Das Lymphsystem besteht aus den Lymphgefäßen, die unseren gesamten Körper durchziehen und den lymphatischen Geweben, zu denen u. a. die Lymphknoten gehören. Seine Aufgabe ist es, die Entsorgung der Gewebe sicherzustellen. So werden überschüssige Zellflüssigkeit, Krankheitserreger und Stoffwechselprodukte aus dem Gewebe aufgenommen und abtransportiert. In den Lymphbahnen befinden sich linsen- bis bohnengroße Lymphknoten. Sie haben eine Filter- und Speicherfunktion, und in ihnen werden die für die Abwehr so wichtigen Lymphozyten (weiße Blutkörperchen) gebildet. Oberhalb der Schlüsselbeine wird die Lymphe in das Venensystem geleitet.

Gelangen Tumorzellen in das Lymphsystem, kann es passieren, dass sie sich in den Lymphknoten vermehren und dort oder in anderen Organen Metastasen bilden. Deshalb ist es wichtig festzustellen, ob die Krebszellen bereits in das Lymphsystem vorgedrungen sind. Dieser Befund stellt eine wichtige Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen dar.


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