Sonntag, 23. September 2018

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Vor der Operation: Chemotherapie soll Tumor verkleinern

 

Neoadjuvante Chemotherapie

Manchmal führen die Ärzte bereits vor der Operation eine Chemotherapie durch. Dieses Verfahren heißt neoadjuvante Chemotherapie und ist dann sinnvoll, wenn der Tumor so groß ist, dass eigentlich die gesamte Brust entfernt werden müsste. Die Ärzte versuchen auf diese Weise, den Tumor zu verkleinern, um doch noch brusterhaltend operieren zu können.

Eine Behandlung von Brustkrebspatientinnen mit lokal fortgeschrittenem HER2-positivem Brustkrebs etwa ein Jahr lang vor der Operation mit Chemotherapie sowie einem speziellen Wirkstoff gegen HER2 erhöht den Operationserfolg und reduziert das Risiko eines erneuten Auftretens der Erkrankung. In ca. 70% der Fälle blieben die Behandelten drei Jahre nach Therapiebeginnkrankheitsfrei.

Bei der Operation wird dann meist ein kosmetisch günstiger Bogenschnitt durchgeführt. Dabei bleibt ein ausreichender Rand aus gesundem Gewebe erhalten. Bereits während der Operation wird das Tumorgewebe untersucht. Durch diesen "Schnellschnitt" erfährt der Chirurg sofort, ob der Tumor vollständig entfernt wurde.

Leider ist das Ergebnis nur vorläufig. Erst nach der ausführlichen Untersuchung des entfernten Gewebes erweist sich, ob die brusterhaltende Operation ausreichend war.


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