Freitag, 20. September 2019

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Anwendung der HER2-Antikörpertherapie

Der HER2-Antikörper wird seit dem Jahr 2000 in der Europäischen Union zur Behandlung des fortgeschrittenen Brustkrebs eingesetzt.

In diesen Fällen hat sich der Brustkrebs auf andere Organe ausgebreitet und  Metastasen (Absiedlung eines bösartigen Tumors) gebildet. Sehr viele Patientinnen mit HER2-positivem Brustkrebs wurden bis heute weltweit mit dem Antikörper behandelt. Seit Mai 2006 ist das Medikament auch für die Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium ( adjuvant) zugelassen.

Die Behandlung erfolgt oft in Kombination mit einem  Chemotherapeutikum. Die tumorvernichtende Wirkung der einzelnen Substanzen kann so verstärkt werden. Die Erfolge sind äußerst vielversprechend!

Die HER2-Antikörpertherapie kann jedoch auch als alleinige (Mono-)Therapie eingesetzt werden. Diese Therapieform wird gewählt, wenn eine Behandlung mit einem Chemotherapeutikum bis dahin nicht erfolgreich war oder der Tumor nach einer Behandlung weiterwächst.

Hauptvoraussetzungen für den Einsatz des HER2-Antikörpers:

•    Die Patientinnen müssen HER2-positiv sein. Das heißt, dass in ihrem Brustkrebsgewebe erhöhte Konzentrationen an HER2-Rezeptoren nachgewiesen wurden. Dies ist bei etwa 20 bis 25% aller Brustkrebspatientinnen der Fall. Eine Gewebeprobe ist deshalb unbedingt erforderlich bevor der HER2-Antikörper verabreicht werden kann.

•    Zudem dürfen bei den Patientinnen keine schwerwiegende Vorbelastung des Herzens oder Atemprobleme (respiratorische Insuffizienz) vorliegen. Kontrollen sollten auch im Behandlungsverlauf durchgeführt werden, um eine möglichst hohe Therapie-Sicherheit zu gewährleisten.


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