Freitag, 20. September 2019

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Der HER2-Antikörper bindet an HER2 und verhindert die Überflutung der Brustkrebszelle mit Wachstumssignalen

 

HER2 und Antikörper

Die Erkenntnisse über das Immunsystem und besonders über die Antikörperbildung des menschen Körpers bildeten Ansatzmöglichkeiten für die Entwicklung neuer Krebstherapien. Hierbei hat es in den letzen Jahren enorme Fortschritte gegeben.

Seit einigen Jahren gelingt es, im Labor gezielt einen Antikörper gegen den Wachstumsfaktor-Rezeptor HER2 herzustellen. Er blockiert den Wachstumsfaktor-Rezeptor HER2. Die Zellen werden nun nicht weiter mit Wachstumssignalen überflutet, so dass sie sich nicht mehr unkontrolliert teilen und vermehren können. Außerdem werden die Tumorzellen durch die Besetzung ihrer Oberfläche mit dem Antikörper dahingehend markiert, dass sie von den körpereigenen Zellen des Immunsystems angegriffen und zerstört werden können.

Der HER2-Antikörper ist seit September 2000 bei fortgeschrittenem Brustkrebs und seit Mai 2006 auch bei HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium zugelassen. Voraussetzung ist der Nachweis von HER2 auf den Tumorzellen. Ein Vorteil dieser Antikörpertherapie gegenüber herkömmlichen Krebsbehandlungen besteht darin, dass sich das Medikament vorwiegend gegen Krebszellen richtet und nicht auf alle Körperzellen wirkt. Dies äußert sich in geringer ausgeprägten Nebenwirkungen.

Bei etwa 20 bis 25% der Brustkebs-Patientinnen findet sich in den Gewebeproben des Tumors eine erhöhte Konzentration von HER2. Diese Patientinnen leiden an einer besonders aggressiven Form von Brustkrebs. Ihre Überlebenschance war bisher deutlich geringer als bei den anderen Brustkrebs-Patientinnen. Genau bei diesen HER2-positiven Patientinnen kann die Antikörpertherapie angewendet werden.



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