Sonntag, 23. September 2018

/home/
Dr. Harbeck: "..bei der Erstdiagnose nach ihm fragen."

Chemotherapie

 

Neuer Test: Soll die Chemotherapie ersparen

Ein neuer Brustkrebs-Test kann nach Expertenangaben vielen Frauen eine Chemotherapie ersparen.

"Es handelt sich dabei um die Entnahme von Tumorgewebe, bei dem durch ein tumorbiologisches Verfahren (uPA/PAI-1-Test) eine Risikoabschätzung und der zukünftige Krankheitsverlauf individuell bestimmt werden könnten," sagte Dr. Nadia Harbeck vom Frauenklinikum Rechts der Isar der Technischen Universität (TU) München.

Der Test ist maßgeblich an der TU München entwickelt worden und sei bisher in München und Hamburg verfügbar. "Ich rate jeder Frau, bei der Erstdiagnose nach ihm zu fragen", sagte Harbeck. Dadurch würden die Heilungschancen präziser ermittelt. Der praktische Nutzen des Tests sei eine «Risikoselektion». Bei den Frauen, die keinen Lymphknotenbefall der Achsel hätten, könnten 40 bis 50 Prozent ohne zusätzliche Chemotherapie behandelt werden.

Zur Behandlung von Brustkrebs können die Ärzte jetzt auch erstmals eine Antikörper-Behandlung einsetzen, die gezielt Krebszellen angreift. Dadurch werde die Bildung von Botenstoffen für Tumorzellen und die Ausbreitung der Krebszellen (Metastasierung) auf andere Organe verhindert. Diesen neuen Weg bezeichnete der Nobelpreisträger Robert Huber vom Max-Planck-Institut für Biochemie (München) als "sehr interessanten Ansatzpunkt" für eine neue Krebsmedizin.

WANC 09/02


 Artikel versenden  
 Artikel drucken

 
© Wordart 2002-18
Impressum  |   Erklärung zu Links  |   Nutzungsbedingungen  |   Haftungsausschluss  |   Datenschutz  |   Rechte