Donnerstag, 29. Juni 2017

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Histolgische Untersuchung eines Tumors

Tumorklassifikation
Untersuchungen

 

Krankheitsstadien

Grundsätzlich lässt sich die Brustkrebserkrankung in zwei Phasen einteilen.

Zunächst erfolgt die Beschreibung der Brustkrebserkrankung anhand einer internationalen klinischen Stadieneinteilung, dem so genannten TNM-System (Tumor, Nodulus=Lymphknoten, Metastasen). Dabei wird die Ausdehnung des Tumors, der Lymphknotenbefall und die Bildung von Tochtergeschwülsten in anderen Organen berücksichtigt.

Noch genauer lässt sich die Erkrankung durch die feingewebliche (histologische) Untersuchung genauer erkennen, bei der u. a. die Zellart des Tumors, die Veränderungen der Zellen, die Zeichen für Bösartigkeit sowie die Strukturen der Zelloberfläche des Tumors erfasst werden. Für die weitere Therapie und Prognose der Erkrankung ist es wichtig, den genauen Zelltyp zu kennen, da die verschiedenen Arten unterschiedlich schnell wachsen und sich ausbreiten können.

Vereinfacht dargestellt, lässt sich der Brustkrebs in zwei Phasen unterteilen:

1. Vorstadium, auch Carcinoma in situ genannt.
In situ bedeutet soviel wie "Krebs an Ort und Stelle". Das Karzinom hat in diesem Stadium (noch) nicht die Oberflächenschicht (Epithel) eines Drüsenläppchens oder die Wand eines Milchganges durchbrochen. Unter Umständen kann der Tumor in diesem Frühstadium über Jahre ruhen, bis er erneut zu wachsen beginnt, zum Nachbargewebe übergeht und möglicherweise Tochtergeschwülste (
Metastasen) bildet.

Prognose: Wenn der Krebs in diesem frühen Stadium entdeckt und operativ entfernt wird, besteht eine nahezu vollständige Heilungschance. Das macht deutlich, welchen wichtigen Stellenwert regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen haben. Zusätzliche Behandlungen können aber dennoch notwendig sein.

2. Spätstadium
In dieser Phase bezeichnet man den Tumor als
invasiv oder infiltrierend. Er ist in das umliegende Gewebe eingedrungen. Möglicherweise hat er bereits Metastasen gebildet. 80 bis 90 Prozent der Fälle werden in diesem Stadium diagnostiziert. Das Spätstadium kann histologisch in eine Vielzahl von Zelltypen unterteilt werden.

Prognose: Je nach Zelltyp lassen sich unterschiedliche prognostische und therapeutische Angaben machen. Entscheidend ist immer die individuelle Ausgangssituation und die dafür optimale Therapie.


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