Donnerstag, 19. Juli 2018

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Mammobil: Zunächst sechs Monate in Mittelfranken unterwegs

 

Bayernweit einmaliges Brustkrebs-Projekt gestartet

In Erlangen ist der Startschuss für ein bayernweit einmaliges Modellprojekt zur Früherkennung von Brustkrebs gefallen.

Ein mit Röntgenapparaten ausgestatteter Bus, das «Mammobil», wird zunächst etwa sechs Monate lang durch Mittelfranken fahren und wird dabei von einem Radiologen begleitet. Damit sollen auch in entlegeneren Landkreisen Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren zur Krebsvorsorgeuntersuchung angeregt werden, teilte das Innenministerium mit. Frauen in Erlangen können zur Untersuchung einen niedergelassenen Radiologen aufsuchen. Sollte sich das Modell bewähren, sei eine Ausweitung möglich, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Mittelfranken wurde auf Initiative der Universität Nürnberg-Erlangen und des Tumorzentrums der Uni nach Bremen, Wiesbaden und dem Weser-Ems-Kreis als vierter Projektort für diese Röntgen-Reihenuntersuchungen ausgewählt. In anderen europäischen Ländern haben sich Angaben der Universität Erlangen-Nürnberg zufolge entsprechende Mammographie-Reihenuntersuchungen bestens bewährt. So werden etwa in Großbritannien - dank Früherkennung und rechtzeitiger Operation - seit vielen Jahren im Durchschnitt jährlich 1250 Frauen vor dem Tod durch Brustkrebs bewahrt. In Deutschland könnten bundesweit 3000 Frauen pro Jahr gerettet werden.

WANC 09/02


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