Montag, 25. Juni 2018

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Mammografie-Screening
Brustkrebs-Screening: Knoten in frühem Stadium erkennen (Foto: Siemens)

 

Brustkrebs-Sterblichkeit um 30 Prozent verringern

Nach Ansicht von Ärzten kann das Brustkrebs-Screening die Brustkrebs-Sterblichkeit senken. Dazu ist allerdings die Zusammenarbeit aller Ärzte und eine hohe Qualität der Diagnose notwendig.

"Wir wollen, dass die Sterblichkeit an Brustkrebs auch in Deutschland um bis zu 30 Prozent gesenkt wird", erklärte Prof. Werner Böcker (Münster). Dies sei erreichbar. Behauptungen, wonach die Mammographie als Massenuntersuchung ("Screening") zu unsicher sei, beruhten auf veralteten Studien. Im Gegenteil habe die Einführung des Brustkrebs-Screenings in anderen europäischen Ländern gezeigt, dass dadurch Knoten in der Brust in einem so frühen Stadium entdeckt werden, dass die Krankheit meist vollständig geheilt und die Sterblichkeit eindeutig gesenkt werden kann.

Wichtig seien jedoch die Zusammenarbeit zwischen Ärzten verschiedener Fachrichtungen und eine hohe Qualität der verschiedenen Untersuchungsmethoden. Die entscheidende Frage, ob es sich um einen gut- oder bösartigen Tumor handelt, könne nur durch Pathologinnen und Pathologen beantwortet werden, betonte der Präsident der DGP, Prof. Helmut E. Gabbert aus Düsseldorf. Von der Untersuchung an Gewebeproben hänge auch die richtigen Therapie ab.

Die Mammographie für alle Frauen zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr auf Kosten der gesetzlichen Krankenkassen wird auf Beschluss des Bundestages derzeit eingeführt. Früher wurde die Untersuchung nur bei entsprechendem Verdacht bezahlt. Nun sollen alle Frauen zur kostenlosen Untersuchung eingeladen werden, wie dies bereits in einigen Modellregionen geschieht.

Bei rund zwei Prozent der erfassten Frauen ist anschließend eine Gewebeuntersuchung notwendig. Lediglich bei 15.000 von drei Millionen mammographierten Patientinnen wird durch die pathologische Diagnostik schließlich Brustkrebs festgestellt, der wegen der frühzeitigen Entdeckung dann aber fast immer durch einen kleinen Eingriff und ohne Strahlen- und Chemotherapie endgültig geheilt werden kann. Böcker berichtete, dass nur speziell qualifizierte Pathologen an dem Programm teilnehmen dürfen, die sich zudem einer permanenten Qualitätskontrolle unterziehen.


WANC 27.05.05


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