Montag, 25. Juni 2018

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Brusterhaltende Operation: Vorher den Tumor verkleinern (Foto: DAK/Scholz)

 

Trotz fortgeschrittenem Krebs die Brust erhalten

Schon vor der Operation den Tumor mit Zytostatika und Immuntherapie verkleinern. Das eröffnet die Chance, trotz fortgeschrittener Erkrankung die Brust zu erhalten.

Über 47.000 Frauen werden in Deutschland jedes Jahr mit dieser erschreckenden Diagnose konfrontiert. Nicht ganz 20.000 sind zum Zeitpunkt der Entdeckung des Tumors jünger als 60 Jahre. Umso wichtiger ist es, dass in vielen Fällen heute die Behandlung der häufigsten Krebsart bei Frauen brusterhaltend erfolgen kann, also ohne eine Amputation der erkrankten Brust.

Die Behandlung erfolgt in der Regel als eine Kombination aus Operation und begleitender, so genannter adjuvanter Therapie. Dabei folgt auf die Tumorentfernung eine Chemo- oder Strahlentherapie, um eine Wiederkehr der bösartigen Geschwulst und Metastasen zu verhindern.

In einem neuen Ansatz wenden die Mediziner seit einiger Zeit die Therapien in umgekehrter Reihenfolge an: Statt nach der OP wird dabei jetzt, bei fortgeschrittenen Tumoren ab zwei Zentimeter Größe, bereits vor dem chirurgischen Eingriff die Bekämpfung des Tumors mit Zytostatika und Immuntherapie begonnen.

Dadurch können Tumore bereits vor der Entfernung wirksam verkleinert oder ganz bekämpft werden, was für die betroffenen Frauen die Chance auf den Erhalt der Brust entscheidend erhöht und somit auch wesentlich zu einer Verbesserung der Lebensqualität, trotz Krebserkrankung, beiträgt. Zudem kann noch vor der Operation überprüft werden, ob und wie gut der Tumor auf die Behandlung reagiert. Durch den neuen Ansatz kann so in fast 25 Prozent der Fälle auf eine nach herkömmlichen Verfahren notwendige Brustamputation verzichtet werden.

WANC 11.04


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