Donnerstag, 18. Januar 2018

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Der gelbe Curry-Inhaltsstoff Curcumin kann anscheinend die Bildung und Ausbreitung von Brustkrebs- metastasen hemmen

 

Kann Curry gegen Brustkrebs helfen?

Ein Inhaltsstoff von Curry scheint in der Lage zu sein, die Ausbreitung von Brustkrebs zu verhindern. Dass Curry heilsame Effekte hat, ist bereits in der Therapie von Hautkrebs und Alzheimer belegt.

Der gelbe Curry-Inhaltsstoff Curcumin kann anscheinend die Bildung und Ausbreitung von Brustkrebsmetastasen hemmen. Das fanden Bharat B. Aggarwal und sein Team an der University of Texas in Houston, USA, heraus. Die Wissenschaftler untersuchten 60 brustkrebskranke Mäuse, denen sie entweder Paclitaxel, ein übliches Brustkrebs-Medikament, Curcumin oder eine Kombination aus beiden Stoffen verabreichten. Als Kontrollgruppe diente ein Teil der Mäuse, die unbehandelt blieben.

Nach der Therapie entfernten die Wissenschaftler die Tumoren und untersuchten die Mäuse hinsichtlich Metastasenbildung. Bei fast allen unbehandelten Mäusen konnten die Wissenschaftler Geschwulste feststellen. Ein geringeres Auftreten von Metastasen wiesen die mit Paclitaxel behandelten Mäuse auf. Überraschenderweise zeigten die Mäuse nach der Behandlung mit Curcumin eine wesentlich geringere Entwicklung von Metastasen, so die Wissenschaftler.

Dies ist nach Ansicht der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Aachen darauf zurückzuführen, dass Curcumin ein Protein im Körper hemmt, das die Bildung und Ausbreitung von Krebstochterzellen unterstützt. Curcumin könnte daher ein wichtiger Bestandteil einer Brustkrebstherapie sein und zur Unterstützung von Paclitaxel dienen.

Klinische Studien an Patienten mit Brustkrebs sind allerdings erst im nächsten Jahr denkbar. Curcumin hat jedoch schon in anderen Humanstudien seine Wirkung unter Beweis gestellt. So dokumentieren die Ergebnisse, dass der gelbe Curry-Inhaltsstoff bei der Hautkrebstherapie und bei der Vorbeugung von Alzheimer positive Effekte hat.

WANC 02.11.05


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