Montag, 25. Juni 2018

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Mammografie
Mammographie-Screening: Modellprojekte erfüllen die Vorgaben der EU-Leitlinien

 

Screening: Ergebnisse aus den Modellregionen

Der Abschlußbericht für die drei Modellprojekte zum Mammographie-Screening liegt vor. Das Ergebnis zeigt nach Ansicht der Träger des Projekts, das diese Form der Früherkennung sinnvoll ist.

"Die drei Modellprojekte zur flächendeckenden Brustkrebs-Früherkennung bestätigen in hohem Maße, dass die derzeit in Deutschland eingeführten Strukturen zum Mammographie-Screening, orientiert an den EU-Leitlinien zum Mammographie-Screening, die Anforderungen an Prozess- und Ergebnisqualität mehr als erfüllt haben."

Dies ist das positive Ergebnis des Abschlussberichts der Kooperationsgemeinschaft Mammographie in der ambulanten und vertragsärztlichen Versorgung. Die Kooperationsgemeinschaft ist eine gemeinsame Einrichtung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverbände der Krankenkassen.

Ziel des qualitätsgesicherten Mammographie-Screenings ist eine deutliche Senkung der Brustkrebssterblichkeit um bis zu 30 Prozent. Da die Auswirkungen auf die Mortalität erst nach einigen Jahren feststellbar sind, ist die Beurteilung wichtiger Qualitätsindikatoren wie der Zahl, der Größe und der Stadienverteilung der entdeckten Karzinome bereits am Anfang der Maßnahmen entscheidend.

Die Ergebnisse erfüllten beziehungsweise übertrafen nach Darstellungen des Berichts dabei die Vorgaben der EU-Leitlinien zum Mammographie-Screening. So lag in der Modellregion Bremen die Brustkrebs-Entdeckungsrate pro 1.000 Frauen bei 8,7 im Erst-Screening. Im Modellprojekt Wiesbaden erreichte man eine Rate von 9,4 und im Projekt in der Weser-Ems-Region 8,3. Dabei lagen 80 Prozent dieser entdeckten Karzinome im prognostisch günstigen Stadium kleiner gleich zwei Zentimeter.

59 Prozent aller angeschriebenen Frauen der Modellprojektregionen im Alter von 50 bis 69 Jahren nahmen teil. Den höchsten Zuspruch erreichte mit 67 Prozent die Region Weser-Ems. Hier kam eine mobile Mammographie-Einheit zum Einsatz. Insgesamt haben sich in den Projekten in den Jahren 2000 bis 2004 rund 104.000 Frauen untersuchen lassen.

WANC 05.07.06


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