Donnerstag, 18. Oktober 2018

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Eine Schwangerschaft kann das Brustkrebsrisiko vermindern(Foto: BBC)

 

Schwangerschaftshormon schützt vor Brustkrebs

Ein Hormon, das während der Schwangerschaft gebildet wird, könnte helfen, das Risiko einer Brustkrebserkrankung zu vermindern.

Die Wissenschafter des
Fox Chase Cancer Center haben nachgewiesen, dass dieser Schutz auf das Hormon hCG zurückzuführen ist, das während der Schwangerschaft in der Plazenta produziert wird. In der aktuellen Studie an Ratten wurde nachgewiesen, wie hCG die DNA der Brustzellen verändert und sie damit gegen kanzeröse Veränderungen widerstandsfähiger macht. Brustzellen erreichen ihre volle Reife erst mit einer bis zur Geburt bestehenden Schwangerschaft. Es war bereits bekannt, dass eine Schwangerschaft im Alter von 20 Jahren das Brustkrebsrisiko halbiert.

Die Untersuchungen bestätigten, dass der bestehende Schutz speziell mit dem Hormon hCG in Zusammenhang steht. Er konnte bei anderen weiblichen Hormonen nicht nachgewiesen werden. In Zukunft soll es möglich sein, Frauen ohne Kinder diesen Schutz ebenfalls zur Verfügung zu stellen. Das Team um Irma Russo verglich jungfräuliche Ratten, die täglich eine hCG-Injektion erhielten, mit Tieren, die mit Östrogen und Progesteron behandelt wurden sowie mit unbehandelten jungfräulichen und trächtigen Tieren. Nur die trächtigen Ratten und jene, die hCG-Injektionen erhalten hatten, verfügten über die permanenten genetischen Veränderungen, die gegen Brustkrebs schützen.

Leslie Bernstein von der University of California School of Medicine hat bereits untersucht, ob hCG-Injektionen das Brustkrebsrisiko von Frauen verringert. In den 90er Jahren gab es in Amerika einen Trend zur Integration von hCG-Injektionen in Programme zur Gewichtsreduzierung. Bernstein analysierte Daten von 744 Frauen mit Brustkrebs und von 744 gesunden Frauen. Die Teilnehmerinnen waren ungefähr gleich alt und gehörten der gleichen Ethnie an. Es zeigte sich allgemein eine sehr geringe Reduzierung des Brustkrebsrisikos durch die Injektionen. Bei Frauen, die nie ein Kind geboren hatten, konnte eine deutlich stärkere Risikoreduktion nachgewiesen werden. Bei stark übergewichtigen Frauen war dieser Schutz nicht nachweisbar.


WANC 02.05.05/pte


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